Existenzgründer: Gründungszuschuss beantragen?

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Existenzgründer, die das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet und dabei noch mindestens 150 Tage einen Anspruch auf das Arbeitslosengeld I haben, können bei der Arbeitsagentur einen Gründungszuschuss beantragen. Allerdings haben sie keinen Rechtsanspruch darauf. Denn es handelt sich hierbei um eine Ermessensleistung.

Rechtsform

Die Wahl der Rechtsform (Einzelunternehmen, Personengesellschaft oder Kapitalgesellschaft) kann ohne weiteres getroffen werden. Es spielt auch keine Rolle, ob eine Übernahme, Beteiligung, Neugründung oder Umwandlung einer nebenberuflichen in eine hauptberufliche Selbständigkeit beabsichtigt wird.
Die Förderung wird höchstens für 15 Monate gewährt und besteht aus zwei Phasen.

1. Phase

In erster Phase werden Arbeitslose 6 Monate lang in ihrem Gründungsvorhaben mit einer monatlichen Förderung in Höhe des vorher bezogenen Arbeitslosengeldes und zusätzlicher 300 Euro-Pauschale zur sozialen Versicherung unterstützt. Danach kann die so genannte Aufbauförderung beantragt werden.

2. Phase

In dieser zweiten Phase erhalten die Existenzgründer nur noch die 300 Euro-Pauschale.

Der Gründungszuschuss ist steuerfrei und unterliegt nicht der Progression.

Voraussetzungen

Für die Antragstellung sind einige Voraussetzungen zu erfüllen:

Es muss sich um eine hauptberufliche Tätigkeit handeln (mindestens 15 Stunden pro Woche) und das Engagement und der Wille zu dem Existenzgründungsvorhaben gezeigt werden. Auch die persönliche und fachliche Eignung zur Ausübung der selbständigen Tätigkeit sollten gegenüber dem Sachbearbeiter der Arbeitsagentur dargelegt werden.

Um die Bewilligung des Gründungszuschusses zu erlangen, muss zusätzlich die Tragfähigkeit der Existenzgründung durch eine fachkundige Stellungnahme nachgewiesen werden. Die Tragfähigkeitsprüfung kann unter anderem durch Steuerberater vorgenommen werden.

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